3D-Druck mit Lego-Steinen

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Die Studierenden programmierten eine Software, die es Bastlern auf der ganzen Welt ermöglicht, Prototypen um ein Vielfaches schneller in 3D zu drucken als bisher. Die Studierenden setzten dabei unter anderem Lego-Steine ein. Quelle: HPI
Die Studierenden programmierten eine Software, die es Bastlern auf der ganzen Welt ermöglicht, Prototypen um ein Vielfaches schneller in 3D zu drucken als bisher. Die Studierenden setzten dabei unter anderem Lego-Steine ein.
Quelle: HPI

Lange Wartezeiten beim 3D-Druck gehören der Vergangenheit an: Fünf Bachelorstudenten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben in ihrem einjährigen Abschlussprojekt eine Software entwickelt, die es Bastlern auf der ganzen Welt ermöglicht, Prototypen um ein Vielfaches schneller zu fertigen als bisher. Die entstandene Webplattform stellten sie am 6. Juli beim „Bachelorpodium“ vor, zu dem gut 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nach Potsdam gekommen waren.

Eine ganze Fabrik im Arbeitszimmer – was wie ein Traum klingt, ist dank 3D-Druckern inzwischen Wirklichkeit geworden. Die vielseitigen Fertigungsgeräte bieten in Privathaushalten, Industrie und Bildungseinrichtungen gleichermaßen die Möglichkeit, entworfene Bau- und Ersatzteile, Werkzeuge und andere Objekte zu materialisieren. Bislang leiden 3D-Drucker jedoch unter einem einfachen Problem: „Wenn Nutzer viele Stunden auf die Fertigstellung eines Drucks warten müssen, bremst sie das enorm aus“, erklärte Arthur Silber, Sprecher der Bachelorprojektgruppe.
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Bastler-2Das Programm der HPI-Studenten erzielt eine mehr als zehnfache Beschleunigung. Das erreichen die Potsdamer Entwickler dadurch, dass große Teile des 3D-Modells durch Lego-Steine angenähert und nur form- und funktionsrelevante Teile dreidimensional gedruckt werden. Während der Drucker seine Arbeit verrichtet, kann der Anwender den Rest mithilfe der automatisch generierten Bauanleitung aus LEGO-Steinen zusammensetzen. Die Open-Source-Software der Studenten ist frei verfügbar.

Internationale Einrichtungen, die sich mit 3D-Druck beschäftigen, sind sehr an den Ergebnissen der HPI-Studenten interessiert. „Es gibt heute bereits enormes Interesse, Schülern die Konzepte des 3D-Drucks beizubringen. Einzig – die Geräte sind zu langsam. In den schulüblichen 90-Minuten-Blöcken lässt sich einfach nichts produzieren. Unsere Software löst dieses Problem“, betonte Silber.

Betreut wurde die Projektgruppe von HPI-Prof. Patrick Baudisch, Leiter des Fachgebiets Human Computer Interaction, sowie Doktorandin Stefanie Müller, deren Forschungsarbeit Grundlage war. Neben der Erforschung von Geräten aus der Haptik und der physikalischen virtuellen Realität sind Fabrikationstechniken einer der Schwerpunkte des Fachgebiets.

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