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Apr 29

Corona – Die Meinung der Wissenschaft

Seit Wochen werden wir mit einem Podcast zu CoVid 19 traktiert, in dem Professor Drosten oft die schrecklichsten Konsequenzen anmahnt, wenn wir, die Bevölkerung, nicht gewillt sind, alle demokratischen Rechte und damit das Grundgesetz GG zu vergessen. Von Millionen von Toten, die unter qualvollstem Ersticken, sterben werden, spricht er. Zwischenzeitlich allerdings, da er bemerkt, dass seine Angstmache auf fruchtbaren Boden gefallen ist, beschränkt er sich in seinen Potcasts, die übrigens den ‚Grimme-Onlineaward‘ für den besten Podcast gewonnen haben, auf wissenschaftliche Zusammenhänge, die nur die wenigsten Laien noch verstehen.  

Gut! Aber ist das alles? Ist es wirklich sinnvoll, sich in einer Krise auf einen einzigen Wissenschaftler zu verlassen? Prof. Drosten arbeitet am RKI und betont immer wieder, dass er nicht allein entscheidet, sondern dass es sich um einen Meinungsbildungsprozess handelt, der entsteht, weil viele Wissenschaftler am RKI zusammenarbeiten und die Schlüsse diskutieren. Sicher ist das so – gute wissenschaftliche Arbeit funktioniert genau so. Und niemand unterstellt dem RKI schlechte Arbeit. 

Aber: Das RKI ist ein Empfehlungsgeber. Dort arbeiten Wissenschaftler, die nicht nur einen Ruf zu verlieren haben, wenn es viele Tote gibt, dort arbeiten vor allem Wissenschaftler, die im schlimmsten Fall zur Verantwortung gezogen werden könnten, wenn sie falsch liegen. Aus dieser Motivation heraus, malen sie die grässlichsten, die schrecklichsten Szenarien an die politische Wand.

Und unsere Regierung? Sie besteht vornehmlich aus älteren Menschen. Sie kennen die Geschichten von ihren Großeltern noch, was damals geschehen ist. Herr Bürgermeister Tschentscher, selbst Arzt, kennt die Geschichte Hamburgs sehr gut, mit der Choleraepidemie, der Typhusepidemie, wieder der Choleraepidemie. So ein Szenario ist für ihn der Vorhof zur Hölle. Und er hat sicher Anfangs nach besten Wissen und Gewissen gehandelt. Doch zwischenzeitlich sollte er doch seine Angst unter Kontrolle bekommen haben. Zwischenzeitlich sollte er doch in der Lage sein, sich auch andere Stimmen anzuhören. Zwischenzeitlich sollte er in der Lage sein, zu relativieren. 

Dazu gehört auch die Stimme von Professor Sucharit Bhakdi, Facharzt für Mikrobiologie und Infektologie, aber viel gemäßigter als das RKI. Er schrieb einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel – der bisher weder von ihr gehört, noch kommentiert, noch in Betracht gezogen wurde. 

Zu lesen ist er aber hier: sucharit-bhakdi-letter-merkel

Seine wichtigsten Fragen sind dabei: 

  1. Wurde bei den Hochrechnungen zwischen symptomfreien Infizierten und tatsächlichen, erkrankten Patienten unterschieden – also Menschen, die
    Symptome entwickeln?
  2. Wie sieht die gegenwärtige Auslastung von Intensivstationen mit Patienten mit diagnostizierten COVID-19 im Vergleich zu anderen CoronavirusInfektionen aus, und inwiefern werden diese Daten bei der weiteren Entscheidungsfindung der Bundesregierung berücksichtigt? Außerdem: Wurde die obige Studie in den bisherigen Planungen zur Kenntnis genommen? Auch hier muss natürlich gelten: Diagnostiziert heißt, dass das Virus auch maßgeblichen Anteil an dem 
    Krankheitszustand des Patienten hat, und nicht etwa Vorerkrankungen eine größere Rolle spielen.
  3. Hat es bereits eine stichprobenartige Untersuchung der gesunden
    Allgemeinbevölkerung gegeben, um die Realausbreitung des Virus zu validieren, oder ist dies zeitnah vorgesehen?
  4. Ist Deutschland dem Trend zum COVID-19 Generalverdacht einfach gefolgt? Und: gedenkt es, diese Kategorisierung weiterhin wie in anderen Ländern unkritisch fortzusetzen? Wie soll dann zwischen echten Corona-bedingten Todesfällen und zufälliger Viruspräsenz zum Todeszeitpunkt unterschieden werden?
  5. Welche Bemühungen werden unternommen, um der Bevölkerung diese elementaren Unterschiede nahe zu bringen und den Menschen verständlich zu machen, dass Szenarien wie in Italien oder Spanien hier nicht realistisch sind?

 

 

 

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