Das lukrative Geschäft Energieeinsparung

85 % der Bundesbürger sind überzeugt davon, dass für den Klimaschutz mehr getan werden muss. Aber fast genauso viele, nämlich 69 % sehen, dass die Staatengemeinschaft ihre Zielsetzung von zwei Grad nicht erreichen wird (Immerhin sind noch 5 % davon überzeugt, dass die Politiker bei der Klimakonferenz erfolgreich sein werden). Und so nennen 37 % den Ausbau der erneuerbaren Energien für den wichtigsten Indikator, um das Ziel zu erreichen, 36 % die Senkung des weltweiten Energieverbrauchs.

Dazu sagt Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei LichtBlick: „Der Preisverfall bei Solarmodulen und Batteriespeichern wird die Dynamik der Energierevolution in den kommenden Jahren deutlich erhöhen.“ Tatsächlich ist er davon überzeugt, dass das zwei-Grad-Ziel noch erreichbar sei: „Durch eine kluge Klima- und Energiepolitik müssen diese Marktprozesse beschleunigt werden.Mehr Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien wäre auch in Deutschland die beste Strategie, um klimaschädliche Kohlekraftwerke aus dem Markt zu verdrängen.“

Wie die 73 % (36% und 37 %) oben jedoch zeigen, scheinen zwar viele Bundesbürger für den Klimaschutz zu sein – jedoch nicht, wenn ihnen Vorschriften gemacht werden. Dieser Schluss ist daraus zu ziehen, dass zwar nur 37 % offen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien sind, was zu einer weiteren Belastung der Energiekosten führen würde, 36 % das Problem dagegen auf alle Menschen und Staaten der Erde verlegt sehen wollen. Dennoch senken 78 % ihren Energieverbrauch. Dabei verzichten immerhin 42 % immer wieder auf ihr Auto und 20 % sind bewusst auf Ökostrom umgestiegen.

Die Sorge, dass der Bürger von staatlicher Seite her, zur Energieersparnis gezwungen werden könnte, könnte ein Grund dafür sein, dass sich nur rund ein Drittel der Bundesbürger offen zu einer Senkung des Energieverbrauches bekennen. Denn tatsächlich handeln sie ja völlig anderns, nämlich, indem sie vornehmlich versuchen, Energie zu sparen (78 %).

Eine zweite Möglichkeit der Interpretation liegt sicher auch einfach im Kostenfaktor. Nämlich, dass die Bürger Energie deshalb sparen, weil ihnen das Geld fehlt, um sich den Luxus zu leisten, nicht mit ihr zu haushalten.

Dennoch: Es ist ein weit verbreitetes Phänomen, dass bei Umfragen, Menschen häufig rational andere Antworten geben, als dass diese Antworten mit ihrem Tun vereinbar wären.

Die Zahlen gehen aus einer repräsentativen Klimaschutz-Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov am 10. und 11. November 2014 unter 1054 Bundesbürgern im Auftrag der Firma LichtBlick durchführte und dem PHT vorliegt.

LichtBlick über sich selbst:
LichtBlick ist der größte konzernunabhängige Energieanbieter Deutschlands, der ausschließlich auf saubere Energie setzt. Mit über 600.000 Privat- und Geschäftskunden ist LichtBlick Marktführer für Ökostrom und Ökogas. Das innovative Unternehmen entwickelt mit dem SchwarmDirigenten die IT-Plattform der Energiewende zur intelligenten Steuerung dezentraler Kraftwerke, Speicher und Lasten. LichtBlick beschäftigt über 400 Mitarbeiter und erzielte 2013 einen Umsatz von 724 Millionen Euro.

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