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Apr 01

Risiko von Unternehmensinsolvenzen in Russland

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Sanktionen und niedriger Ölpreis – Weltkarte der politischen Risiken

Wirtschaftssanktionen, niedrige Ölpreise und die Möglichkeit eines Krieges erhöhen das Risiko von Unternehmensinsolvenzen in Russland. Zu diesem Schluss kommt der Versicherungsmakler Aon bei der Präsentation seiner Weltkarte der politischen Risiken 2015. „Die fallenden Ölpreise und die damit verbundene Instabilität in den politisch ohnehin angeschlagenen Ölförderstaaten Iran, Irak, Libyen, Russland und Venezuela stehen ganz oben auf der Liste der Risiken für globale Investoren“, sagt Silja-Leena Stawikowski, Expertin für politische Risiken bei Aon Risk Solutions in Deutschland.

Der niedrige Ölpreis und die Eskalation des Konflikts im Osten der Ukraine in Verbindung mit den gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen hätten auch für andere Länder negative Folgen. Dazu gehörten vor allem die großen russischen Handelspartner in Europa und regionale Partner wie Weißrussland und Kasachstan.

Laut Aon-Expertin Stawikowski stünden neben Russland besonders die Ölexporteure im Nahen Osten und in Nordafrika vor einem schwierigen Jahr – allen voran Algerien und Libyen. „Diese Länder haben nicht die notwendige Widerstandsfähigkeit, um mit den wirtschaftlichen Erschütterungen, die der niedrige Ölpreis auslöst, fertig zu werden“, so Stawikowski. Der Ölpreisschock werde inländische Institutionen unter Druck setzen. Dieser politische Druck habe sogar das Potential, die Sicherheitslage in den benachbarten Ländern Ägypten, Tunesien und Marokko zu verschlechtern.

Weitere Erkenntnisse aus der Weltkarte der politischen Risiken 2015 sind:

  • Der islamistische Extremismus erhöht die politischen Risiken in Nigeria und den Nachbarstaaten
  • Der Ebola-Ausbruch verschärft das schwierige Geschäftsumfeld in Guinea, Liberia und Sierra Leone
  • Lateinamerika sticht unter den Regionen hervor, die ihre politischen Risikobewertungen verbessern konnten
  • Territoriale Konflikte in Asien, besonders in China, sind eine Gefahrenquelle – speziell für die Entwicklungen im Südchinesischen Meer

Aon misst das politische Risiko in 163 Ländern und Territorien. Bewertet werden Risiken im Zusammenhang mit Devisentransfer, hoheitlichen Zahlungsausfällen, politischen Einflussnahmen, Schwierigkeiten in der Beschaffungskette, rechtlichen und regulatorischen Vorschriften, politischer Gewalt, der relativen Schwierigkeit von Handelstätigkeiten in einem Land, der Anfälligkeit des Bankensektors und der Fähigkeit von Regierungen, über Konjunkturpakete in das Wirtschaftsgeschehen einzugreifen. In jeder einzelnen Risikokategorie und in der Gesamtbewertung wird jedes Land mit Low (niedrig), Medium-Low (mittel-niedrig), Medium (mittel), Medium-High (mittel-hoch), High (hoch) oder mit Very High (sehr hoch) bewertet. Die Mitgliedsländer der Europäischen Union und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung werden in der Weltkarte der politischen Risiken nicht bewertet.

Länderbewertungen:
Die politische Risikokarte stuft Länder und Gebiete auf der Basis von Ereignissen im vergangenen Jahr nach oben (Upgrades) oder nach unten (Downgrades). Die folgenden acht Länder wurden nach oben gestuft (wenn das Risiko für das Land oder Gebiet niedriger als im Vorjahr bewertet wurde): Dominikanische Republik, Ecuador, Georgien, Demokratische Volksrepublik Laos, Panama, Philippinen, Swasiland und Simbabwe. Zwölf Länder wurden herabgestuft: Angola, Zentralafrikanische Republik, Burkina Faso, Ghana, Guinea Conakry, Haiti, Libyen, Mosambik, Oman, Pakistan, Sierra Leone und Uganda.

Die Länderratings spiegeln eine Kombination aus Analysen von Aon Risk Solutions, dem globalen Analyse- und Beratungsunternehmen Roubini Global Economics sowie die Meinungen von 26 Lloyd-Syndikaten und Corporate Versicherern wider, die Versicherungsgeschäfte gegen politische Risiken abschließen.

In einer Online-Version der Karte können die politischen Risiken der Länder sowohl auf aktueller als auch auf historischer Grundlage verfolgt werden. Alle Änderungen in den Einstufungen werden online vierteljährlich aktualisiert.

 

Aon
Aon ist der führende globale Dienstleister für Risikomanagement sowie Versicherungs- und Rückversicherungsmakler und Berater für Human Resources. Weltweit arbeiten für Aon mehr als 66.000 Mitarbeiter in über 120 Ländern. In Deutschland sind rund 1.700 Mitarbeiter an acht Standorten für das Unternehmen tätig. Die Deutschlandzentrale ist in Hamburg. Mehr über Aon in Deutschland erfahren Sie unter www.aon.de. Die globale Partnerschaft zwischen Aon und Manchester United.

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