Vielfalt oder Verdrängung der Alternativen?

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Die Öffentlich Rechtlichen Medienunternehmen greifen nach dem Internet. Viele Fernsehsender haben ihre Angebote dort schon längst etabliert. Mit Mediatheken erlauben sie es den Zuschauern noch länger und noch intensiver gerade von ihnen abhängig zu werden. Jetzt denhen sie sich weiter in die Radiolandschauft aus. Ist dies ein weiterer Vorstoss, um Mikrounternehmen und freiem Internetradio den Garaus zu machen, das Wasser abzugraben und vom Markt zu verdrängen?

Aber wie sieht es mit den vielen kleinen Mikroanbietern aus? Oder gar mit Anbietern, die dies ehrenamtlich in ihrer Freizeit tun?

Die Politik unterstützt zumindest diesen Prozess und nennt es „Radio der Zukunft“. Die MDR-Intendantin Karola Wille begrüßt natürlich den „Schulterschluss mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BVMI)“

Karola Wille, Vorsitzende der Lenkungsgruppe Digitalradio ARD, hat es sehr begrüßt, dass die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär den Umstieg des analogen UKW-Hörfunks auf Digitalradio unterstützt. Anlässlich einer Veranstaltung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BVMI) hatte sich Staatssekretärin Bär zum Digitalradio als ““Radio der Zukunft““ bekannt. „Der analoge Hörfunk ist ausgereizt. Er kann die Herausforderungen der Zukunft nicht meistern“, stellte sie klar.

MDR-Intendantin Karola Wille betont: „Die Weichen für die digitale Zukunft des terrestrischen Rundfunks jetzt zu stellen, kann nur in breitem Konsens gelingen. Wir freuen uns, das politische Berlin an unserer Seite zu wissen. Um den Anforderungen, die intelligente Verkehrssicherheitssysteme künftig stellen, gerecht werden zu können, geht an DAB+ kein Weg vorbei.“

Alle ARD-Anstalten haben sich im November 2014 zu dem Ziel bekannt, Digitalradio über DAB+ als Teil einer Hybridstrategie konsequent einzuführen. „Hybridstrategie bedeutet, dass die Menschen auf allen relevanten Wegen digitale Radioprogramme nutzen können. Neben dem Internet gehört dazu für uns ganz klar DAB+“, so Wille. Erste konzeptionelle Überlegungen für den Weg von UKW zu DAB+ würden derzeit mit den Marktpartnern diskutiert. „Dabei sind wir uns einig, dass auch die Länder gefordert sind, gesetzliche Rahmenbedingungen für den Übergang von UKW auf DAB+ zu schaffen.“

Staatsekretärin Dorothee Bär kündigte ebenfalls an ein Digitalradio-Board zu installieren, um so den Umstellungsprozess gemeinsam mit hochrangigen Vertretern der Marktbeteiligten zu gestalten.

Karola Wille versichert: „Die ARD wird sich in diesen Prozess aktiv einbringen. Denn es geht aus unserer Sicht um die Zukunft der Gattung Radio. Wir haben deshalb auch unsere internen Arbeitsstrukturen auf den Prüfstand gestellt und neu geordnet. Es gibt eine Lenkungsgruppe Digitalradio unter meinem Vorsitz, die von einer Arbeitsgruppe unter Vorsitz von MDR-Betriebsdirektor Dr. Ulrich Liebenow und drei Beauftragten für die Bereiche Verbreitung, Marketing und Pressearbeit unterstützt wird.“

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