Netzneutralität – Fuss in der Tür

Wie „heise“ eben veröffentlichte, hat die Bundesregierung heute der EU-Kommission ein Konzept vorgelegt, wie sowohl die Netzneutralität erhalten bleiben könnte, gleichzeitig die Wünsche der Wirtschaft nach Spezialdiensten expressive einer stabileren und schnelleren Datenübertragung, gerecht werden könnte. Demnach sollen Anbieter diese Dienste nur anbieten dürfen, wenn sie sicher stellen können, dass der übrige Datenverkehr nicht behindert wird.

Damit haben die Verfechter der Aufhebung der Netzneutralität einen Fuß in der Tür, diese Neutralität zu verwässern. Unzweifelhaft ist schließlich, dass das Netz schon heute teils überlastet und damit extrem langsam ist. Unbestritten ist auch, dass die Provider, aus welchen Gründen auch immer, mit dem Netzausbau nicht sehr zügig voran kommen. So ist zu vermuten, dass es sicher eine „Ausnahmeklausel“ geben wird, die „unter bestimmten Umständen“ oder „aufgrund eines wichtigen Grundes“, den schnelleren Datentransfers und den Spezialdiensten vorrang gewähren können.

Damit dürfte sicher sein, dass diese Spezialklausel immer öfter genutzt wird, bis das Ziel, die Netzneutralität aufzuheben erreicht ist, und der normale Surfer aufgrund der Langsamkeit des Netzes entnervt aufgibt und sich auch einen schnelleren Zugang dazukauft.

 

 

 

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