Nur Ihr Buch – nichts als Ihr Buch

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Sie haben ein Buch geschrieben. Nicht schlecht. Nun möchten Sie natürlich auch, dass die Welt davon erfährt. Der Inhalt ist überragend und ein kleines bisschen  verdienen, möchten Sie natürlich auch daran.

So gibt es zwei Möglichkeiten, wie Ihre Informationen über das Buch in die Medien und damit in die Öffentlichkeit gelangen.
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Bücher, Hüter der Kultur - und der Wahrheit Foto: Hertha Kerz
Bücher, Hüter der Kultur – und der Wahrheit
Foto: Hertha-Margarethe Kerz

1. Journalisten, die sich auf das Rezensieren von Büchern spezialisiert haben, erhalten von Ihnen nach vorheriger Absprache ein Rezensionsexemplar – und schreiben überhaupt, und wenn, dann hoffentlich positiv  darüber. Dies geschieht in aller Regel bei Belletristik und sonstiger Massenliteratur. Aber auch Fachbücher sind bei entsprechend ausgerichteten Journalisten willkommen.

2. Sie schreiben selbst eine inhaltlich starke Pressemitteilung, fügen das Cover als jpg dazu und schicken es nach vorheriger Absprache oder über Ihren Presseverteiler an die Öffentlichkeitsinformierer….. Dies funktioniert am besten mit Fachliteratur, deren Autor oder Autoren hochqualifizierte Spezialisten sind. Wenn also ein Jurist über ein Rechtsthema bezüglich eines wirtschaftlichen, technologischen oder wissenschaftlichen Umstandes spricht / schreibt, wenn ein Wissenschaftler über sein Sachgebiet schreibt oder wenn ein lehrender Professor seine Vorlesungen als Lehrbuch referiert.

Nummer 1 ist nicht ganz so schwer, die Arbeit wird einem abgenommen und ansonsten braucht man sich auch nicht um vieles zu kümmern. Nur hin und wieder nachfragen, ob es eine Veröffentlichung geben wird, kann hilfreich sein – vorausgesetzt, der Autor weiß, wer die Pressemitteilung erhalten hat. Ging sie über einen Onlinepresseverteiler wie Presseportal.de (eine Tochter der dpa), ist es besser nach angemessener Zeit, die Mitteilung noch einmal abzusenden mit dem Vermerk im Betreff: Erinnerung.

Nummer 2 ist schon schwieriger, hat aber größere Chancen. Dieses Verfahren ist vor allem für Fachliteratur sinnvoll. Handbücher mit 600 Seiten – welcher Journalist soll das lesen? Also selbst Hand angelegt. Nur, wie anfangen?

Auch hier gibt es unterschiedliche Herangehensweisen

Einleitung zusammenfassen
Hat die Einleitung mindestens eine oder sogar mehrere Seiten, können Sie hier eine Zusammenfassung der relevanten Informationen nehmen und als Pressemitteilung versenden.

Kapitel vorstellen
Eine zweite Möglichkeit ist die Kapitelvorstellung. Das Buch hat beispielsweise 5 Kapitel und Sie fassen in drei bis vier Sätzen jedes einzelne Kapitel zusammen: „Im ersten Kapitel erläutert der Autor…….Damit kommt er zu der Frage / Erklärung / Bestandsaufnahme im zweiten Kapitel, dass….. und hat im dritten Kapitel……“ usw. usf.

Hat das Buch dagegen sehr viele Kapitel, lohnt es sich, die relevantesten herauszupicken und diese exemplarisch vorzustellen. Hier reichen drei bis vier mit je fünf bis sechs Sätzen.

Teile vorstellen
Hat das Buch dagegen, wie beispielsweise Handbücher, unendlich viele Kapitel, ist es sicher in mehrere Teile aufgeteilt. Teil I., Teil II., Teil III. usw……
Hier ist dann eine Teileübersicht angesagt. Diese funktioniert, wie die Kapitelvorstellung. Die Informationen werden nur in einem größeren Zusammenhang vorgestellt:
Im ersten Teil stellt der Autor eine Analyse xy von ABC vor. Hierbei hat er…, und möchte damit….. weil……. usw.
Um das zu dokumentieren, stellt er (der Autor) im zweiten Teil des Buches……. usw.Dazu nimmt Meier (der Autor namentlich genannt, um an diesen zu erinnern) im dritten Teil des Buches, eine vollständige Übersicht etc……..
Um dann im vierten Teil abschließend …… usw. usf.

Eine Alternative zu dieser Vorgehensweise wäre, wenn die einzelnen Teile ihrerseits Einführungen haben, für jeden Teil die Einführung zusammenzufassen. Hier kommt es jedoch darauf an, dass diese Einführungen eindeutig und leicht verständlich sind. Es hat wenig Sinn, wenn die Einführung zu Teil II. oder III. nur dann verstanden wird, wenn der Leser Teil I. vollständig konsumiert hat. Denn dann wird der Leser, ob Journalist oder Zeitungsleser, diese nformationen auch nicht verstehen.

Um es verständlicher zu machen: Wichtig für eine Pressemeldung über ein Buch ist, dass Sie die Informationen in ihr unterbringen, die Sie selbst als interessierter Leser gern hätten, damit Sie für sich entscheiden könnten, ob dieses Buch für Sie etwas ist und Sie es sich kaufen würden. Also keine Wundertüten, keine Rätsel, keine Fragen in der Pressemeldung stellen, die nicht in dieser auch beantwortet werden. Bücherwürmer und Leseratten mögen es überhaupt nicht, wenn sie nicht wissen, worauf sie sich einlassen. Bücher kosten ja Geld. Die einzige Ausnahme: Belletristik, Krimis etc. bei denen Sie selbstverständlich den Mörder, Liebhaber, Täter, das Ende nicht verraten.

Übrigens: Nicht die Stammdaten des Buches vergessen: ISBN, Preis, Seitenmenge, Autor, Titel…..

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