Überwachung und Privatheit in der Ära nach Snowden

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Forum Junge Wissenschaft 2015 – Ein Dialog

Spätestens seit den Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden im Juni 2013 ist der Begriff Überwachung zu einem Schlagwort avanciert, das die Gesellschaft in vielfältiger Hinsicht beschäftigt. Doch wer sind die Überwacher, wer die Überwachten? Sind die Eckpfeiler einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft bedroht? Wohin führen uns all diese Entwicklungen? Diesen Fragen stellen sich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom 26. bis 27. Mai 2015 in Rostock auf der Konferenz „Überwachung und Privatheit in der Ära nach Snowden: Ein Dialog“. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg fördert die Tagung im Rahmen des „Forum Junge Wissenschaft“. www.awhamburg.de

Auch knapp zwei Jahre nach der ersten Offenlegung der internationalen Späh- und Abhöraffäre sind die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche nicht klar abgrenzbar. Fast täglich gibt es neue Schlagzeilen. Eine Gruppe junger Nachwuchswissenschaftler aus Rostock und Hamburg sucht nach einem breiten, interdisziplinären Austausch zu diesem Thema und lädt vom 26.bis 27. Mai 2015 zu einer groß angelegten Fachtagung nach Rostock ein. „Wir hoffen auf viele Teilnehmer und wollen gerade als junge Wissenschaftler nicht für die eigene Schreibtischschublade forschen. Durch Snowdens Erkenntnisse hat sich die Welt so tiefgreifend verändert, dass dieses unbedingt einer fundierten wissenschaftlichen Betrachtung bedarf“, sagt Christin Schumacher, Mitorganisatorin der Konferenz.

„Überwachung ist kein „neues“ Phänomen, aber der rasante technische Fortschritt stellt uns vor neue Herausforderungen, denen wir mit Strategien zur Lösung des gesamtgesellschaftlichen Problems begegnen müssen“, so die Veranstalter. Auf der zweitägigen Konferenz sollen Informatiker und Soziologen, Kriminologen und Politologen, Netzaktivisten und Journalisten miteinander ins Gespräch kommen. Aber die Tagung richtet sich nicht nur an das wissenschaftliche Fachpublikum, sondern will die Auswirkungen der Veröffentlichungen von Edward Snowden mit einer breiten Öffentlichkeit diskutieren. „Wir möchten auch alle anderen zum Weiterdenken anregen“, so Robert Brumme, Mitorganisator der Konferenz von der Universität Rostock. So gibt es am 26. Mai eine Podiumsdiskussion zum Thema „Freiheit, Sicherheit, Kontrolle – Wie ist digitale Gesellschaft möglich?“ sowie ein offenes Diskussionsforum am 27. Mai mit dem Titel „Big Data und das Versprechen vom grenzenlosen Wissen – Chancen und Risiken“.

Organisiert wird die interdisziplinäre Konferenz von Christin Schumacher M.A. und Robert Brumme M.A. von der Universität Rostock, Dr. Thomas Mundt vom Institut für Informatik an der Universität Rostock, Dr. Tanja Carstensen von der Technischen Universität Hamburg-Harburg sowie Dr. habil. Nils Zurawski vom Institut für Kriminologische Sozialforschung der Universität Hamburg. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg fördert die Tagung im Rahmen des „Forum Junge Wissenschaft“.

Interdisziplinäre Konferenz

Was: „Überwachung und Privatheit in der Ära nach Snowden: Ein Dialog“
Wann: 26.–27.05.2015
Wo: HS I,  Arno-Esch-Hörsaalgebäude,  Ulmenstraße 69, 18057 Rostock

Ausführliches Tagungsprogramm und Anmeldung 

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