Rubriken in Presseverteilern

Verschicken Sie Ihre Pressemitteilungen über ein Presseportal, stehen Ihnen dort viele verschiedene Rubriken zur Verfügung, über die Sie die Mitteilung versenden können. Beispielsweise Gesundheit, Ratgeber, Geschichte, IT, Internet oder Vermischtes. Dies ist ein Service sowohl für die Versender, als auch für die Journalisten. Denn so bekommen die Journalisten nur die Pressemitteilungen, die für sie relevant sind – wenn, ja wenn Absender sich an dieses System halten würden.

Doch auch hier besteht das Problem, dass Absender glauben, dass sie ihre Pressemitteilungen so weit als möglich streuen müssen. Und so kommt es regelmäßig vor, dass Absender ihre Pressemitteilungen über fünf und mehr Rubriken streuen. Rubriken, die so gar nichts miteinander zu tun haben. Da werden dann die neuesten Neuigkeiten über eine neue Buchhaltungssoftware über IT (hat ja was mit Computern zu tun), Internet (zur Buchhaltung benötigt man ja heute Elster), Wirtschaft (ist ja für Wirtschaftsunternehmen gedacht), Unternehmen (sie sollen sie ja kaufen) und am besten noch Vermischtes gesandt.

So erhält ein Wirtschaftsjournalist, der sich unter Wirtschaft eingetragen hat, da er über Unternehmen, Verflechtungen, und Global Player schreibt, die Info über eine neue Software – die er so gar nicht braucht. Ein Journalist, der sich im weitesten Sinne mit IT beschäftigt und somit die Rubriken IT und Internet abonniert hat, bekommt sie sogar gleich zweimal. Und beide wissen so gar nichts damit anzufangen, außer, dass sie mehr Arbeit haben, indem sie sie löschen müssen. Der Einzige, der sich freut, ist der Journalist, der sich mit Arbeitsabläufen im Unternehmen beschäftigt und deshalb im Verteiler für Unternehmen drin ist.

Also bitte, wenn Verteiler, dann nur zwei oder maximal drei. Wenn Sie sich nicht sicher sind, in welche Rubrik Ihre Mitteilung gehört: Einerseits haben die Presseportale FAQs, in denen Sie sich orientieren können und sie haben Kontaktmailadressen über die Sie fragen können.

Denn wenn es den Journalisten zu bunt wird, setzt er das Unternehmen durch eine Textsuche auf Spam: „Alle Mails mit dem Text Ihre-Firma in den Spamordner verschieben.

„Vermischtes“ ist übrigens für Pressemitteilungen da, die in keine der vorgeschlagenen Rubriken hineinpassen, nicht dafür, dass die Mitteilung auf jeden Fall noch einmal an alle Journalisten geschickt wird, die die von Ihnen ausgewählten Rubriken nicht  gewählt haben.

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