Wie kommen Spammer an E-Mail-Adressen?

Ihre E-Mail Adresse ist in dem Moment Freiwild, in dem sie das erste Mal genutzt wird. Ab jetzt „weiß“ das Netz von ihr – und damit auch die Spammer.

Spammer nutzen viele Methoden, um Adressen zu finden.Meist setzen sie dazu selbstgeschriebene, oder für kleines Geld im Netz gekaufte Bots ein, die das Netz nach Adressen, beispielsweise in den Impressen von Internetseiten, durchforsten. In aller Regel sind sie darauf programmiert, nach dem @ Ausschau zu halten. Deshalb setzen die meisten Websitebetreiber, die diese Programme kennen, ihre Mail mit einem (at) ein. So besteht eine Chance, dass so ein Bot diese Adresse nicht erkennt und „der Kelch an Ihrer Site vorbei zieht“.

Eine andere Methode ist, mit einem selbstgeschriebenen , oder für kleines Geld im Netz gekauften Programm, Vor- und Zunamen anhand eines Namenslexikons wahllos zusammenzusetzen und abzuschicken. Zwar läuft hier ein großer Teil ins Leere, da jedoch immer mehr Personen im Netz aktiv sind, werden die Trefferquoten hier auch immer höher.

Die einfachste Methode ist jedoch immer noch, Adressen zu kaufen. Viele Unternehmen suggerieren in ihren Datenschutzbestimmungen mit dem Satz: „Ihre Privatsphäre ist uns wichtig“, dass sie mit den ihnen zur Verfügung gestellten Daten sorgsam umgehen. Doch leider ist das Verständnis von „sorgsamem Umgang“ doch recht unterschiedlich. Und so verkaufen viele Unternehmen die Adressen, mit denen Sie sich auf deren Plattformen angemeldet haben und verdienen sich ein eher größeres Zubrot damit. Ganz aktuell weist der Journalisten Michael Spehr der „Frankfurter Allgemeinen“ in einem Artikel auf die Machenschaften, selbst als seriös eingestufter Unternehmen, hin.

Hertha-Margarethe Kerz

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